Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin gelten in Deutschland regelmäßig als privates Veräußerungsgeschäft. Entscheidend sind Haltedauer, Freigrenze und die Zuordnung der Bestände.
Haltefrist und Freigrenze
Nach derzeitiger Rechtslage sind Gewinne aus dem Verkauf innerhalb eines Jahres steuerpflichtig, wenn die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte überschritten wird. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei.
Über eine Änderung dieser Regel wird politisch diskutiert. Gültig ist bis zu einer Gesetzesänderung die bestehende Rechtslage — Angaben auf dieser Seite sind keine Steuerberatung.
Zuordnung und Dokumentation
Für die Reihenfolge der verkauften Bestände wird üblicherweise FIFO je Wallet oder Konto angewendet. Deshalb sind vollständige Kauf- und Verkaufsnachweise wichtig.
Eine erste Einschätzung der möglichen Steuerlast liefert der Steuerrechner; die verbindliche Beurteilung übernimmt die steuerliche Beratung oder das Finanzamt.
Häufige Fragen
Wie lange muss man Bitcoin halten, um steuerfrei zu verkaufen?
Nach der derzeitigen Rechtslage in Deutschland (§ 23 EStG) sind Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Über eine Änderung dieser Regel wird politisch diskutiert; maßgeblich bleibt die geltende Rechtslage.
Wie hoch ist die Freigrenze für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften?
Für private Veräußerungsgeschäfte gilt eine Freigrenze pro Kalenderjahr. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Teil. Die konkrete Höhe richtet sich nach dem jeweils geltenden Steuerrecht.
Welche Reihenfolge gilt beim Verkauf — FIFO oder LIFO?
Üblicherweise wird FIFO angewendet: die zuerst erworbenen Bestände gelten als zuerst verkauft, in der Regel getrennt je Wallet oder Konto. Eine vollständige Dokumentation aller Käufe und Verkäufe ist deshalb wichtig.